Prüfen heißt mehr als Wissen abfragen – entdecken Sie, wie Sie Prüfungen gestalten, die Kompetenzen sichtbar machen und Lehre, Lernen und Bewertung verbinden.
Termine: 12.06.2026 von 9.30-17.00 Uhr
Was erwartet mich?
Prüfen sollte mehr als das Abfragen von Wissensinhalten sein. Moderne Prüfungen stellen sicher, dass Theorie und Praxis aufeinander bezogen werden können, dass das Wissen genutzt werden kann, um damit spätere relevante Handlungsanforderungen erfolgreich – und gerne auch kreativ – zu bewältigen. Hierzu ist es sinnvoll, weniger in Konzepten und Inhalten als in Handlungen der Studierenden zu denken und Kriterien zu formulieren, anhand derer diese Handlungen bewertet werden können. Je nach zu bewertenden Lernzielen sind unterschiedliche Prüfungsformen mehr oder weniger geeignet. Am Ende steht ein Konzept, bei dem Ziele/Outcomes, Lehre und Prüfung sinnvoll aufeinander bezogen sind (Constructive Alignment).
Dieser Grundlagenworkshop führt in diese wesentlichen Fragen und Themen im Zusammenhang mit Prüfen ein. Zudem reflektieren wir die eigene Rolle als Prüferïn, die durchaus andere Zuständigkeiten und Grenzen hat als die von Lehrenden.
Im Sinne eines echten Workshops haben die Teilnehmenden im Verlauf der Veranstaltung immer wieder Zeit, ihre eigenen Prüfungen zu entwickeln und auszugestalten. Es bietet sich an, eigene Unterlagen – gerne auch gleich den Laptop – mitzubringen.
Was lerne ich?
- Sie reflektieren Ziele und Qualitätsstandards von Prüfungen.
- Sie verstehen Prüfen und Bewerten als einen Vergleich von beobachteten Leistungen mit vor-gegebenen Kriterien.
- Sie skizzieren für diesen Vergleich für Ihre Lehrveranstaltungen Kompetenzen, beobachtbare, handlungsorientierte Lernziele und Kriterien.
- Sie haben einen Überblick über gängige Prüfungsformen und wählen geeignete Formen aus, die zu ihren zu bewertenden Lernzielen passen.
- Sie konzipieren Ihre Lehre und die Prüfungen aufeinander bezogen entsprechend dem Constructive Alignment.
- Sie reflektieren Ihre Rolle als Prüfende („Wofür bin ich zuständig, wofür nicht?“ etc.) insbesondere in Abgrenzung zu ihrer Rolle als Lehrende.
| Moderation | Dr. Sebastian Walzik |
| Termine | 12.06.2026 jeweils von 9.30-17.00 Uhr |
| Format | Präsenz |
| Arbeitseinheiten | 8 |
| Teilnehmendenzahl | max. 14 |
| Themenfeld | Prüfen und Bewerten |
| Modul | Erweiterungsmodul |
| Kosten |
|
| Anmeldung | hier anmelden |
Dr. Sebastian Walzik hat Wirtschaftspädagogik in Nürnberg, Galway (Irland) und St. Gallen (Schweiz) studiert. Seine Doktorarbeit schrieb er am Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen über die Förderung sozialer Kompetenzen. Er hat eine kommunikationspsychologische Ausbildung bei Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun, eine Ausbildung zur Systemischen Strukturaufstellung nach Prof. Dr. Matthias Varga von Kibéd (SySt®) und eine Hypnotherapeutische Grundausbildung nach Milton Erickson.
Hochschuldidaktische Seminare gibt er an verschiedenen Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, unter anderem am Berliner Zentrum für Hochschullehre, am Hochschuldidaktischen Zentrum der Universität St. Gallen und an der Universität Wien.