Lernen Sie, wie kompetenzorientierte Prüfungen transparent, valide und praxisnah gestaltet werden können.
Termine: 19.06.2026 von 9.30-17.00 Uhr im Online Format
Was erwartet mich?
Schriftliche Prüfungen sind mehr als nur Klausuren, sondern beispielsweise auch Projektarbeiten, Lerntagebücher, Haus- und Abschlussarbeiten. Sollen sie nicht zu einfachen Wissenstests verkommen und freie, kreative Lösungen der Studierenden erlauben, scheint eine Bewertung zuweilen schwierig. Dabei lassen sich auch für komplexe Problemlösungen und Texte, deren Inhalt sich nicht absehen lässts, klare Kriterien finden, anhand derer „gute“ von „schlechten“ Leistungen unterschieden werden können. Auch ein gezielter und reflektierter Umgang mit den Möglichkeiten der KI lässt sich beobachtbar beschreiben und transparent bewerten. So kann auch das Format „Klausur“ zum Prüfen echter Kompetenzen genutzt werden.
Dieser Workshop baut auf dem Grundlagenworkshop auf vertieft den Kompetenzbegriff mit Taxonomien zur Formulierung von Kriterien, thematisiert Bewertungsmöglichkeiten von offenen Aufgabenstellungen und reflektiert wie man damit umgehen kann, dass eine „objektive“ Bewertung nicht möglich ist.
Im Sinne eines echten Workshops haben die Teilnehmenden im Verlauf der Veranstaltung immer wieder Zeit, ihre eigenen schriftlichen Prüfungen zu entwickeln und auszugestalten. Es bietet sich an, eigene Unterlagen – gerne auch gleich den Laptop – mitzubringen.
Was lerne ich?
- Sie haben ein klares Verständnis von „Kompetenzorientierung“, das sie ihren Prüfungen zugrunde legen.
- Sie formulieren Lernziele im Sinne von Learning-Outcomes mit Situationsbezug und handlungsorientiert und nutzen gezielt Lernzieltaxonomien zu den drei Handlungsdimensionen.
- Sie entwickeln entsprechend kompetenzorientiert Problem-/Fragestellungen oder Aufgaben sowie dazugehörige Bewertungskriterien für ihre schriftlichen Prüfungen (auch Haus- und Ab-schlussarbeiten).
- Sie kennen mögliche Bewertungsnormen für Prüfungen und setzen sie gezielt ein.
- Sie haben ein Bewusstsein für typische Wahrnehmungsverzerrer und Strategien, ihnen zu begegnen.
- Sie vergeben auf Grundlage der Prüfungsleistung eine verlässliche, valide Note.
| Moderation | Dr. Sebastian Walzik |
| Termine | 19.06.2026 jeweils von 9.30-17.00 Uhr |
| Format | Online |
| Arbeitseinheiten | 8 |
| Teilnehmendenzahl | max. 14 |
| Themenfeld | Prüfen und Bewerten |
| Modul | Erweiterungsmodul |
| Kosten |
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| Anmeldung | hier anmelden |
Dr. Sebastian Walzik hat Wirtschaftspädagogik in Nürnberg, Galway (Irland) und St. Gallen (Schweiz) studiert. Seine Doktorarbeit schrieb er am Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen über die Förderung sozialer Kompetenzen. Er hat eine kommunikationspsychologische Ausbildung bei Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun, eine Ausbildung zur Systemischen Strukturaufstellung nach Prof. Dr. Matthias Varga von Kibéd (SySt®) und eine Hypnotherapeutische Grundausbildung nach Milton Erickson.
Hochschuldidaktische Seminare gibt er an verschiedenen Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, unter anderem am Berliner Zentrum für Hochschullehre, am Hochschuldidaktischen Zentrum der Universität St. Gallen und an der Universität Wien.